Trauer-Weg-Blog

Meine persönliche Reise zurück ins Leben

Meine Grenzen akzeptieren

Trauer ist wahnsinnig anstrengend - psychisch und physisch. Sie bringt mich momentan immer wieder an meine eigenen Grenzen. Meistens fällt es mir unheimlich schwer, diese Zäune zu akzeptieren, weil ich es mir in meinem bisherigen Leben gewohnt war mit meinem Willen alles durchziehen zu können. Wenn ich dann nicht mehr weiter weiss, schliesse ich die Augen und Vadim ist wenigstens für einen Moment wieder neben mir.

Zaun auf einer Wiese mit dem Meer im Hintergrund.

Mein Leben war bis jetzt geprägt von meiner Neugierde und meinem Ehrgeiz. Tage ohne konkrete Pläne oder Vorhaben gab es bei mir erst seit ich Vadim kennenlernte. Er hat mir gezeigt, wie wunderbar es sein kann, nicht alles im Voraus durchzuplanen und sich dafür im Fluss des Lebens treiben zu lassen. An einem Sonntagmorgen ausschlafen und im Bett liegen bleiben, war für mich vor Vadim keine Option - und auch jetzt kann ich es nicht, dafür fehlt mir mein Schatz zu sehr.

In meiner jetztigen Situation sind konkrete Pläne ein Ding der Unmöglichkeit, denn die Trauer ist unberechenbar. Sie platzt immer wieder unangemeldet rein. Selbst wenn ich mir immer wieder bewusst Zeit für mich nehme, überrascht mich die Trauer immer wieder in den unmöglichsten Momenten. Es fühlt sich dann wie eine grosse Welle an, die über mir zusammenschlägt.Gleichzeitig weiss ich mittlerweile aber auch, dass sie meistens so schnell verebt, wie sie gekommen ist.

So zeigt mir die Trauer immer wieder meine eigenen Grenzen auf. Und langsam beginne ich zu realisieren, wie oft ich in der Vergangenheit über meine Grenzen gegangen bin, weil ich unbedingt noch dieses oder jenes für den Job oder für die Ausbildung erledigen wollte.
Momentan habe ich keine Chance über meine Grenzen zu gehen, dafür fehlt mir einfach die Kraft. Wenn ich aktuell an eine Grenze stosse, muss ich sie einfach akzeptieren.Und ich kann sie sogar als Kraftquelle nutzen, wenn ich es schaffe, einen Schritt zurück zu machen und mir zu überlegen, was ich gerade brauche. Meistens wünscht sich mein Körper und meine Seele dann einen Spaziergang, um die frische Luft, die Weite und die Sonne zu geniessen. Oder mein Verstand wünscht sich eine Denkpause in Form einer Meditation, einer MFL-Erdungsübung oder einer Reiki-Anwendung. Manchmal hilft auch ein Gespräch, wo ich wieder einmal all meine Gedanken aussprechen kann, damit so in meinem Kopf wieder Ruhe einkehrt.

Eine Erkenntnis aus meiner jetztigen Situation ist folglich für mich, dass ich auch in Zukunft mit meinen Grenzen anders umgehen werde. Anstelle einfach über die Grenze zu gehen und mich darüber aufzuregen, dass ich wieder etwas nicht schnell genug geschaft habe, werde ich zukünftig meine Grenzen achten und mir gerade in stressigen Situationen mehr Entspannung gönnen.

Hast du dir schon mal überleget, ob du deine Grenzen im Alltag respektierest?
Und was du machen könntest anstelle des Über-deine-Grenze-gehen?

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