Trauer-Weg-Blog

Meine persönliche Reise zurück ins Leben

Zuhause

In wenigen Tagen besuchen mich zwei Freundinnen hier auf Teneriffa. Ich freue mich riesig, dass ich endlich wieder einmal Zeit mit meinen Mädels verbringen darf, denn seit über sieben Monaten habe ich niemanden aus meinem gewohnten Umfeld mehr live gesehen. Energetisch war ich jedoch mit meinen Herzensmenschen immer verbunden, so dass die räumliche Distanz keine Rolle gespielt hatte. Trotzdem vermisse ich so langsam eine dicke Umarmung von meinen Herzensmenschen.

Segelboot auf dem Meer mit Klippen

Als ich im letzten Juli losging, hätte ich nie gedacht, dass ich so lange unterwegs sein werde und ich hätte auch nie geglaubt, dass ich dabei kein Heimweh verspüren werde. Tatsächlich habe ich mich in den vergangenen Monaten nie nach der Schweiz oder meinem Zuhause gesehnt.

Vielleicht liegt es daran, dass Vadim mein Zuhause war und ich durch seinen Tod das Gefühl hatte, komplett den Boden unter den Füssen zu verlieren. Mit einem Schlag fühlte ich mich niergends mehr Zuhause. Heute vermisse ich Vadim immer noch, aber Heimweh nach Vadim und unserer gemeinsamen Zeit scheint irgendwie sinnlos, weil es leider keine Möglichkeit gibt, in ein Flugzeug zu steigen und zu ihm zu fliegen.

Vielleicht hatte ich aber auch kein Heimweh nach der Schweiz, weil ich unterwegs erkannt habe, dass Zuhause für mich nicht mehr ein Ort, sondern ein Gefühl in meinem Herzen ist. Ich war mein ganzes bisheriges Leben auf der Suche nach meinem Zuhause, nach dem einem Ort, wo ich hingehöre. Ich dachte zwischenzeitlich, dass ich mit Vadim dieses Zuhause gefunden hätte. Und ja, Vadim war für einige wunderschöne Momente mein Zuhause. Doch durch diesen eingeschränkten Blick, dass nur ein Ort oder eine Person mein Zuhause sein kann, habe ich mich selbst der Magie der Herzensverbindungen beraubt. Ich habe mich selbst in meinen unendlichen Möglichkeiten limitiert, weil ich glaubte, dass ich mich nur mit Vadim an meiner Seite irgendwo zuhause fühlen kann. Doch in den letzten Wochen wurde mir klar, dass Zuhause für mich der Kontakt mit Menschen ist, die mich genauso lieben und akzeptieren, wie ich bin – so wie es Vadim immer getan hat. Gleichzeitig realisierte ich auch, dass es in meinem Leben noch ganz viele andere wunderbare Herzensmenschen gibt, die mir ebenfalls dieses Gefühl von Geborgenheit, Wärme und Angekommen-Sein vermitteln. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich direkt neben diesen Menschen stehe oder aber Tausende von Kilometer entfernt bin. Deshalb weiss ich heute, dass ich überall das Gefühl von «Zuhause sein» spüren kann, weil mein Zuhause in meinem Herzen ist, dort wo Vadim und all meine Herzensmenschen einen festen Platz haben und mich überall hin begleiten können.

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